Werkstudenten einstellen

By Raffael Meyer January 31, 2019 Startup No comments yet

Eine Werkstudentin, die 450€ verdient, kostet den Arbeitgeber mehr als eine, die 500€ verdient.

Wer bis einschließlich 450€ verdient gilt als Minijobber und unterliegt damit der pauschalen Sozialversicherungspflicht. Das heißt, der Arbeitgeber muss zusätzlich zum Bruttolohn 13% Krankenversicherung, 15% Rentenversicherung und ggf. 2% Pauschsteuer zahlen.

Studenten sind bereits krankenversichert, die Krankenversicherungsbeiträge können wir also für Werkstudenten komplett loswerden.

Die Beiträge zur Rentenversicherung berechnen sich bei einem Minijob so:

AG-Anteil = Bruttolohn * 0,15
AN-Anteil = max(175, Bruttolohn) * 0,186 - AG-Anteil

Falls der Arbeitnehmer sich befreien lässt, entfällt sein Anteil.
An die Rentenversicherung müsste der Arbeitgeber bei einem Midijob (über 450€) maximal 9,35% zahlen:

AG-Anteil = Bruttolohn * 0,093
AN-Anteil = (1,273825 * Bruttolohn - 232,75125) * 0,093 * 2 - AG-Anteil

Um diese günstigeren Konditionen zu erreichen, muss der Werkstudent als solcher gemeldet werden und über 450€ verdienen. Um sich, gerechterweise, die Ersparnis aus der Sozialversicherung mit dem Arbeitnehmer zu teilen, sollte der Bruttolohn ca. 495€ betragen.

Wer zum ersten Mal Mitarbeiter einstellt muss bei der Bundesagentur für Arbeit eine Betriebsnummer beantragen. Mit dieser können die Mitarbeiter dann über das
Web-Portal namens sv.net and die Sozialversicherungen gemeldet werden. Weitere Infos gibt es bei der Minijob-Zentrale.

Raffael Meyer

Geschäftsführer, ALYF – ERPNext Consulting

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